Galapagos Riesenschildkröte

Die Galapagos-Riesenschildkr√∂te wird der Gattung ‚ÄěChelonoidis‚Äú zugeordnet. Von dieser Riesenschildkr√∂te hat es insgesamt 15 Unterarten gegeben, leider sind bereits vier dieser Arten ausgestorben. Sie geh√∂rt zur Familie der Testudinidae (Landschildkr√∂ten) und wurde fr√ľher auch als ‚ÄěGeochelone elephantopus‚Äú bezeichnet. Sie lebt auf dem Galapagos-Archipel. Mehr im Abschnitt ‚ÄěLebensraum‚Äú.

Alter und Größe

Galapagos-Riesenschildkr√∂ten erreichen in freier Natur eine Gr√∂√üe bis zu 95 cm bei den m√§nnlichen Tieren. Die weiblichen Tiere kommen auf etwa 80 cm Panzerl√§nge. In Gefangenschaft, also im Freigehege gehaltene Tiere werden meistens deutlich gr√∂√üer. Ihr hat man bereits Tiere bis 134 cm gemessen und die wogen bis zu 290 Kilogramm. Das gr√∂√üte in Gefangenschaft gehaltene Tier hat ein Gewicht von 422 Kilogramm erreicht ‚Äď es war ein m√§nnliches Tier. 100 Jahre sind f√ľr Galapagos-Riesenschildkr√∂ten in der Regel kein Problem. ‚ÄěHarriet‚Äú verstarb im Juni 2006, sie war bis dahin die √§lteste Riesenschildkr√∂te. Sie wurde 176 Jahre (Sch√§tzungen) alt. Alter und Gr√∂√üe der Tiere sind auch von den verschiedenen Unterarten abh√§ngig.

Unterarten

Die noch 11 lebenden Unterarten der Galapgos-Schildkr√∂te haben die folgenden Bezeichnungen. Von der Pinta-Riesenschildkr√∂te existiert √ľbrigens nur noch ein einziges Tier. Mehr dazu aber etwas sp√§ter im Bereich ‚ÄěEinsamer George‚Äú.

  1. Darwin-Riesenschildkröte (C. nigra microphyes)
  2. Santa-Cruz-Riesenschildkröte (C. nigra porteri)
  3. San-Cristóbal-Riesenschildkröte (C. nigra chathamensis)
  4. Santiago-Riesenschildkröte (C. nigra darwini)
  5. Pinzón-Riesenschildkröte (C. nigra ephippium)
  6. Pinta-Riesenschildkröte (C. nigra abingdoni)
  7. Wolf-Riesenschildkröte (C. nigra becki)
  8. Cerro-Azul-Riesenschildkröte (C. nigra vicina)
  9. Sierra-Negra-Riesenschildkröte (C. nigra guntheri)
  10. Espa√Īola-Riesenschildkr√∂te (C. nigra hoodensis)
  11. Alcedo-Riesenschildkröte (C. nigra vandenburghi)

Lebensraum

Wie bereits eingangs beschrieben, sind die Tiere auf dem Galapagos-Archipel lebhaft. Es handelt sich hierbei um eine Inselgruppe im Pazifischen Ozean, die aus gr√∂√üeren und kleineren Inseln, mit je unterschiedlichen Vegetationen besteht. Die unterschiedlichen Vegetationen der Inseln sind daf√ľr verantwortlich, dass es ganz verschiedene Riesenschildkr√∂ten dieser Art gibt. Sie sind in ihrer Form und Lebensweise perfekt an die Bedingungen angepasst.

Auf den gr√∂√üeren Inseln die bessere H√∂henlagen haben und wo es durch mehr Regen deutlich feuchter ist, findet man die Galapagos-Schildkr√∂ten die einen eher kuppelf√∂rmigen Panzer haben. Da sie dort viel Gr√ľnes finden, haben sie auch die Bezeichnung ‚ÄěGraser‚Äú erhalten. Die meisten Bilder in Magazinen zeigen die Riesenschildkr√∂ten mit einem eher sattelf√∂rmigen Panzer. Es handelt sich dabei um die Tiere, die von kleineren und flachen Inseln stammen. Dort gibt es deutlich weniger Vegetation.

Ernährung

Im freier Natur und auch in Gefangenschaft, ern√§hren sich Galapagos-Riesenschildkr√∂ten vorwiegend von Gr√§sern und auffindbaren Wildkr√§utern. Kakteen stehen auch dem Speiseplan ebenfalls weit oben, genau wie Beeren. Auch in der Ern√§hrung kann man die Unterschiede der Panzerformen gut erkennen. Die sattelf√∂rmigen Panzer sind meistens bei den Schildkr√∂ten zu finden, die sich von Str√§uchern, B√ľschen und Kakteen ern√§hrt haben. Also von allem, was nicht als Bodenbewuchs z√§hlt sondern das Strecken des Kopfes erfordert. Die anderen Tiere besitzen einen kuppelf√∂rmigen Panzer.

Je nach Ern√§hrungsweise haben die Tiere im Laufe der Evolution verschieden geformte Panzer entwickelt, wobei Unterarten, die sich vorwiegend von Bodenbewuchs ern√§hren, einen kuppelf√∂rmigen Panzer aufweisen. Unterarten, die sich vorwiegend von B√ľschen und Opuntien ern√§hren, haben dagegen einen sattelf√∂rmigen Panzer, der gr√∂√üere Halsbewegungen und damit das Abfressen von Futter in gr√∂√üerer H√∂he erlaubt.

Der einsame George

Hier handelt es sich um eine Pinta-Riesenschildkr√∂te (C. nigra abingdoni) die umgangssprachlich als ‚ÄěLonesome George‚Äú bekannt ist. √úbersetzt hei√üt dies nichts anderes als ‚Äěeinsamer George‚Äú und der Name kommt nicht von ungef√§hr. Das Tier ist das letzte seiner Unterart. Neben ihm, vermutet man nur auf Nachbarinseln noch andere Arten, die solche Gene sich tragen, aber wohl keine reinen Pinta-Riesenschildkr√∂ten sind, sondern bereits gekreuzte Tiere. George lebt nicht mehr auf der Insel Pinta. Man hat ihn gefangen genommen und in der Charles Darwin Foundation Forschungsstation untergebracht. Seinem nat√ľrlichen Lebensverlauf also leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Er ist jetzt 100 Jahre alt und wiegt etwa 90 Kilogramm. Diverse Paarungsversuche mit anderen Tieren wurden unternommen, blieben aber erfolglos. Bis auf einige unbefruchtete Eier und zuletzt eine erfolglose Inkubation √ľber 120 Tage, erlangte man keine Erkenntnisse.

Stirbt George, wird mit ihm bereits die f√ľnfte Unterart der ehemals 15 Arten der Galapagos-Riesenschildkr√∂ten gehen. Es bleiben dann noch 10 Arten √ľbrig.

Leider ist George im Jahr 2012 verstorben.

Titelbild: ID 31517477
Urheberrecht: doethion
Quelle: depositphotos.com

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