Eine der wenigen Landschildkr√∂ten von Madagaskar ist die Strahlenschildkr√∂te (Astrochelys radiata). Sie geh√∂rte noch nicht immer zu dieser Gattung, denn zuvor ordnete man die Strahlenschildkr√∂te noch der Gattung Geochelone zu. Diese Art hat ihren Lebensraum nur auf Madagaskar. Dort findet man sie im S√ľden und S√ľdwesten. Die Gebiete sind meist mit einer sehr langwierigen Trockenzeit gezeichnet oder bzw. bestehen zumeist aus Dornenwald. Gebiete mit sehr dichter Vegetation werden ebenfalls gerne besiedelt. Bis zu 90 Prozent der Nahrung in freier Natur besteht aus Gr√§sern, Sukkulenten und Fr√ľchten.

strahlenschildkroete

Leider werden Strahlenschildkr√∂ten in den nat√ľrlichen Gebieten nicht ausschlie√ülich frei gehalten. Es gibt viele Tiere dort in Gefangenschaft, die nur zur Nahrungsproduktion gehalten werden. Sie leben immer wieder mit anderen Nutztieren wie H√ľhnern, Enten, G√§nsen uvm. zusammen. Einheimische gehen davon aus, dass die Schildkr√∂ten den anderen Tieren Schutz vor Krankheitserregern bieten. Schildkr√∂ten werden aber auch zum Verzehr gefangen.

Körperbau / Merkmale

Strahlenschildkröten gehören zu den mittelgroßen bis großen Landschildkröten. Sie erreichen bei den Männchen ein Gewicht bis zu 20 Kilogramm, bei weiblichen Tieren bis 15 Kilogramm. Die Tiere kommen auf eine Panzerlänge von bis zu 42 Zentimetern. Der Panzer mit seiner sehr markanten Musterung gibt den Schildkröten auch ihren Namen. Die Grundfarbe ist dunkelbraun bis schwarz. Gezeichnet ist der Panzer mit gelben Flecken in der Mitte eines jeden Schildes. Von den Schilden setzen sich Strahlenmuster in Form von Streifen ab.

Geschlechtererkennung

M√§nnliche und weibliche Tiere unterscheidet man in freier Natur nur schwer am Gewicht voneinander. Ein gutes Merkmal f√ľr die Erkennung ist der Schwanz und der Bauchpanzer. Die m√§nnlichen Tiere haben einen konkaven Bauchpanzer, der das Aufreiten bei der Paarung erleichtert. Au√üerdem ist der Schwanz der Tiere deutlich l√§nger und dicker als der bei den weiblichen Exemplaren.

Paarung & Nachzuchten

Nach 110 bis 130 Tagen schl√ľpfen die Jungtiere aus ihren Eiern. Die Umgebungstemperatur im nat√ľrlichen Lebensraum liegt bei 28 bis 32 Grad und sorgt somit f√ľr eine sehr schnelle Entwicklung der Eier. Vereinzelt sind Populationen auch in k√ľhleren Gebieten oder die Gelege kommen zu sp√§t, dann dauert es bis zu neun Monaten bis zum Schlupf der Tiere. Strahlenschildkr√∂ten legen zwischen 2 bis 15 Eier pro Gelege.

Haltung der Strahlenschildkröte

Die Tiere d√ľrfen aus dem nat√ľrlichen Gebiet nicht ausgef√ľhrt werden. Sie sind von den Madagassischen Beh√∂rden streng gesch√ľtzt und der Handel ist verboten. Da es aber bereits ausgef√ľhrte Exemplare und Nachzuchten weltweit gibt, findet man die Strahlenschildkr√∂te auch in Zoos, Tierparks und in privater Haltung. Die Tiere sind relativ einfach zu halten, sofern man die Temperaturen den Anspr√ľchen entsprechend herstellt. Die Tiere ben√∂tigen 28 ¬įC bis 32 ¬įC als Umgebungstemperatur, au√üerdem brauchen sie stets eine W√§rmequelle. W√§rme muss den Tieren auch in unseren Sommern geboten werden, da die Tiere immer ihre Vorzugstemperatur f√ľr den Stoffwechsel ben√∂tigen.

Wasser muss den Tieren jede Woche zur Verf√ľgung stehen, jedoch darf es nicht dauerhaft zug√§nglich sein, da die Tiere sehr sparsam mit Wasser umgehen und nicht zu viel zu sich nehmen d√ľrfen. Beim Futter sollte man auf Wildkr√§uter zur√ľckgreifen. Auf Obst und Gem√ľse ist selbstverst√§ndlich vollst√§ndig zu verzichten.

Titelbild: ID 69465669
Urheberrecht: Christian
Quelle: depositphotos.com

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